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Swiss Arctic Project 2018.

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Die Fehraltorferin Janine Wetter nimmt am «Swiss Arctic Project 2018» teil. In einer Woche startet sie das grösste Abenteuer ihres Lebens:

«Gemeinsam mit 4 anderen Studenten darf ich diesen Sommer als Teilnehmerin vom «Swiss Arctic Project 2018» mit dem Schweizer Expeditionsschiff MV San Gottardo in die Arktis reisen und von dort über die Folgen des Klimawandels berichten. Ich kann es kaum mehr erwarten, dass die Expedition endlich startet. Die vergangenen Wochen und Monate habe ich hier in der Schweiz alles vorbereitet, mit Forschern und Medien gesprochen und Material abgeholt, um in der Arktis selbst kleine Messungen durchzuführen.

MV San Gottardo

Aber eins nach dem anderen. Zu Beginn dieses Jahres rief das «Swiss Arctic Project 2018» SchülerInnen und StudentInnen aus der ganzen Schweiz dazu auf, sich für den «coolsten Ferienjob der Welt» zu bewerben. Über 400 Jugendliche und junge Erwachsene sind diesem Aufruf gefolgt. Ich war eine davon. Als 16-jährige Schülerin habe ich als Maturaarbeit einen Dokumentarfilm in der Antarktis, der südlichen Polarregion der Welt, über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Pinguine gedreht. Mehr als ein Jahr lang habe ich dieses Projekt vorbereitet und Sponsoren gesucht. Im Januar 2014 ging die Expedition mit dem chilenischen Forschungsschiff «Aquiles» dann endlich los! Neben der eindrücklichen Landschaft und vielen unvergesslichen Begegnungen habe ich aber auch die traurigen Seiten der Antarktis kennen gelernt. Nach meinem ersten Besuch bei einer Pinguinkolonie erzählte mir ein Stationsmitarbeiter, dass die Pinguinpopulation in den vergangenen 10 Jahren um 90% zurückgegangen ist. Allerdings sei noch unklar, was zu diesem Rückgang geführt hat. Diese Nachricht hat mich sehr schockiert und motiviert mich bis heute, mich für die Umwelt einzusetzen. Für mich war deshalb schnell klar, dass ich mich beim «Swiss Arctic Project 2018» bewerben möchte.

Teambildungscamp 2018

Anfang April haben wir uns dann zum ersten Mal als Team für ein Teambildungswochenende in der Lenzerheide getroffen. Neben vielen interessanten Gesprächen haben wir dort auch unsere Arbeit in der Arktis besprochen und erste Teamaufgaben gemeistert. Charles Michel, der Initiant und Leiter dieses Projektes, hat uns dazu die Aufgabe gegeben, ein Zelt im Schnee so aufzubauen, dass wir uns darin vor einem arktischen Sturm in Sicherheit bringen könnten. Ich war überrascht, wie gut wir schon nach so kurzer Zeit als Team zusammengearbeitet und uns ergänzt haben. Mein persönliches Highlight von diesem Teambildungswochenende war allerdings der Vortrag von Prof. Konrad Steffen, einem bekannten Schweizer Polarforscher. Er erzählte uns, dass alleine Grönland jedes Jahr 350 Gigatonnen Eis verliert, also eine rund 6 Mal so grosse Eismasse wie in den gesamten Schweizer Alpen gespeichert ist (60 Gigatonnen). Diese Zahlen haben mich einmal mehr sehr schockiert. Doch auch in der Schweiz ziehen sich die Gletscher Jahr für Jahr mehr zurück. Das musste ich in den vergangenen Jahren leider mit eigenen Augen mitansehen. Im Jahr 2012 war ich für einen Videodreh beim Morteratschgletscher im Engadin. Als ich im vergangenen Sommer an diesen Ort zurückgekehrt bin, hat es mir im ersten Moment die Sprache verschlagen.

Morteratschgletscher 2012

Morteratschgletscher 2017

Der Gedanke, dass diese Veränderungen so schnell passieren, bringt mich immer wieder ins Grübeln. Doch genau deshalb freue ich mich noch mehr, dass ich ein Teil dieses Teams bin und diesen Sommer aus der Arktis über den Klimawandel berichten darf. Aber auch ihr könnt mithelfen, indem ihr unsere Nachrichten und Posts mit euren Freunden und Bekannten teilt. Denn nur so können wir etwas verändern! In Spitzbergen, wo uns die Reise hinführen wird, werden wir mit Bewohnern und Wissenschaftlern sprechen, die Forscher ins Feld begleiten, selbst kleine Messungen für Forschungsgruppen in der Schweiz durchführen und natürlich unsere Erfahrungen mit euch teilen.

Janine Wetter bei der Arbeit

Nächsten Montag startet unsere Reise in die Arktis. Bis dahin werden wir noch letzte Vorbereitungen hier in der Schweiz treffen. Dazu gehört auch ein Schiesstraining, denn in der Arktis können wir jederzeit einem Eisbären begegnen. Zwar werden wir von erfahrenen Personen begleitet, aber es ist dennoch wichtig, dass wir im Ernstfall wissen, wie man eine Waffe bedient. Ich bin schon ganz gespannt darauf, was uns in der Arktis erwartet und freue mich, euch darüber zu berichten!»

Den Blog von Janine Wetter finden Sie unter www.janinewetter.ch

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