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Nährstoffkreisläufe schliessen sich.

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Nährstoffkreislaufe schliessen und Energie aus Abfall – was wir dazu beitragen können

Grüngut, Rüstabfälle, Gartenabfälle oder Speisereste werden als biogene Abfälle bezeichnet.  Es ist Abfall, weil wir keine direkte weitere Verwendung dafür haben. Die Mehrheit unserer Abfälle wird in Kehrrichtsverbrennungsanlagen (KVA) verbrannt, oft auch das im biogenen Abfall enthaltene wertvolle, organische Material. Somit werden wertvolle Nährstoffe dem natürlichen Kreislauf entzogen.

Was aber, wenn biogene Abfälle gesammelt und aufbereitet werden, so dass diese nicht verbrannt werden müssen? Welche Möglichkeiten gibt es? Die meist genutzte Möglichkeit ist die Vergärung z. B. in einer Biogasanlage und die Kompostierung.

 

Vergärung

Die Vergärung weist einige ökologische Vorteile gegenüber einer KVA auf. Die Vergärung passiert in einer Biogasanlage und die Produkte sind Biogas und Gärrückstände. Das Biogas kann aufbereitet und in das Gasnetz gespiesen werden und so zum Beispiel als Treibstoff für Autos genutzt werden. Alternativ wird das Biogas in einem Blockheizkraftwerk verbrannt und erzeugt so erneuerbaren Strom und Wärme.

Die Gärrückstände werden meist als Düngemittel in der Landwirtschaft verwendet. Im Vergleich zur Rohgülle ist der Geruch weniger intensiv und die Stickstoffverfügbarkeit höher.

 

Kompostierung

Die Kompostieren hat ökologisch gesehen positive Effekte dadurch, dass die Nährstoffe im Kompost als Düngerersatz oder als Bodenverbesserer wieder in den Boden gebracht werden. Am Besten ist es, wenn das Grüngut und Gartenabfälle in der Nähe wo sie anfallen kompostiert werden können. Bei der Kompostierung verwesen die organischer Substanzen, sie faulen nicht. Daher gibt es auch keine Fliegen und keine übel riechende Gerüche.

 

Was können Sie tun?

Vielleicht haben Sie gar keinen eigenen Garten, wo Sie einen dezentralen Komposthaufen bewirtschaften können? Dann sammeln Sie ihr Grüngut separat. In das Grüngut gehören biologisch abbaubare Abfälle aus dem Garten, Grünflächen und Rüstabfälle. Wird das Grüngut vergoren können auch Speiseresten gesammelt werden. Alles andere (z.B. Plastiksäcke, Asche, oder sonstigen Abfall) gehört in den Kehricht. Diese nicht biogenen Abfälle müssen mühsam aussortiert werden, oder sie stören den Kompostierungs- oder Vergärungsprozess oder gelangen beim Schliessen des Kreislaufs wieder in den Boden.

Informieren Sie sich z.B. bei der Gemeinde was mit ihrem Grüngut passiert. Ihre Gemeinde wird das Grüngut auf dem besten Weg verarbeiten (lassen). Mit der separaten Sammlung tragen Sie Sorge zur Umwelt und unterstützen den natürlichen Stoffkreislauf und falls das Grüngut vergärt wird, auch die Erzeugung von erneuerbaren Energien!

 

Weiterführender Text und Links

Biogene Abfälle. Informationen vom AWEL

 

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